2026: Arbeitsschutz-Check & wichtige Neuerungen

Der Jahresstart ist der ideale Zeitpunkt, um Arbeitsschutz, Brandschutz und Organisation einmal strukturiert zu prüfen – und neue Anforderungen frühzeitig sauber umzusetzen.

In diesem Beitrag zeigen wir, worauf es 2026 besonders ankommt und welche Stellschrauben jetzt Wirkung entfalten.

Ein gutes Jahr beginnt mit sicheren Abläufen

Wenn Prozesse klar sind, Zuständigkeiten funktionieren und Unterweisungen nicht „irgendwann“, sondern zielgerichtet stattfinden, sinken Risiken spürbar: weniger Ausfälle, weniger Störungen, mehr Qualität im Alltag. Genau deshalb lohnt sich ein kurzer „Jahresstart-Check“ – besonders in Zeiten von Fachkräftemangel, hoher Taktung und steigenden Anforderungen an Dokumentation und Nachweise.

Wichtiger Rahmen 2026: DGUV Vorschrift 2 – Betreuung neu gedacht

Seit dem 01.01.2026 gilt eine neue Fassung der DGUV Vorschrift 2 zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechnischen Betreuung. Für viele Unternehmen ist das eine sehr praktische Neuerung, weil sie Betreuung und Organisation klarer strukturiert – und gleichzeitig mehr Flexibilität zulässt.

Worauf Unternehmen jetzt achten sollten:

  • Schwellenwerte & Betreuungsmodelle prüfen: Für kleinere Betriebe werden Schwellenwerte angehoben – dadurch kommen mehr Unternehmen in vereinfachte bzw. alternative Modelle.
  • Digitale Betreuung ist geregelt: Digitale Anteile sind möglich, aber an Bedingungen geknüpft (z. B. Betrieb muss bekannt sein, Dokumentation im Jahresbericht, Präsenz bleibt erforderlich, wenn sie sachlich nötig ist).
  • Nachweise & Jahresberichte: Die Berichte von Betriebsärzten/Fachkräften für Arbeitssicherheit sollten vollständig, nachvollziehbar und aktuell sein – inklusive Fortbildungsnachweisen, soweit gefordert.
  • Unser Tipp: Wer die Betreuung „historisch gewachsen“ organisiert hat, nutzt 2026 idealerweise für eine kurze Neusortierung: Betreuungsmodell, Aufgaben, Intervalle, Dokumentation und Verantwortlichkeiten in einem Zug sauber aufstellen.

Gefahrstoffe & Asbest: Rechtskonformität sauber absichern

Gerade bei Instandhaltung, Umbau, Sanierung oder Arbeiten an Bestandsgebäuden ist Gefahrstoffmanagement ein kritischer Punkt – insbesondere mit Blick auf Asbest. Die Gefahrstoffverordnung wurde im Umfeld der EU-Vorgaben aktualisiert. Für Unternehmen bedeutet das: Prozesse, Qualifikationen, Informationsflüsse und Nachweise sollten belastbar sein.

Praxisrelevante Ansatzpunkte:

  • Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmenplan bei Gefahrstoffen konsequent aktualisieren (inkl. Substitution, Schutzmaßnahmen, Betriebsanweisungen).
  • Schnittstellen klären (wer veranlasst Tätigkeiten, wer koordiniert, wer dokumentiert).
  • Unterweisungen konkret auf Tätigkeiten zuschneiden (nicht „Gefahrstoffe allgemein“, sondern realer Stoff/realer Prozess).

Unser Tipp: Wenn Sie 2026 Umbauten, technische Eingriffe oder Instandhaltung planen: Gefahrstoff- und Asbestthemen gehören früh in die Planung – nicht erst auf der Baustelle.

Brandschutz & Notfallorganisation: Jahresstart als idealer Prüfpunkt

Ob Büro, Werkstatt, Logistik, Produktion oder Baustelle: Zum Jahresbeginn lohnt ein kurzer Realitätstest der Notfallorganisation. Häufig sind es Kleinigkeiten, die im Ernstfall groß werden: veraltete Aushänge, unklare Zuständigkeiten, fehlende Routine.

Sinnvolle Jahresstart-Checks:

  • Brandschutzordnung / Alarmierungswege: aktuell, bekannt, erreichbar?
  • Evakuierungshelfer & Brandschutzhelfer: ausreichend benannt, praktisch geschult?
  • Feuerlöscher-Training: nicht nur „Pflicht“, sondern Kompetenzaufbau im Team.
  • Winter- und Heizperioden-Risiken: zusätzliche Brandlasten, provisorische Heizgeräte, Ladeinfrastruktur (Akkus) – organisatorisch sauber regeln.

Die 10-Minuten-Checkliste für Ihren Start in 2026

Wenn Sie es pragmatisch angehen möchten, starten Sie mit diesen fünf Punkten:

  1. Gefährdungsbeurteilung: passt sie noch zu Personal, Arbeitsmitteln, Prozessen, Arbeitszeiten?
  2. Unterweisungsplan 2026: Termine, Zielgruppen, Inhalte – realistisch und nachweisbar.
  3. Betreuung nach DGUV V2: Modell prüfen, Zeit-/Leistungsumfang klären, Berichtswesen sauber aufsetzen.
  4. Gefahrstoffmanagement: Verzeichnis, Betriebsanweisungen, PSA, Lagerung, Notfallmaßnahmen – aktuell?
  5. Notfallorganisation & Brandschutz: Verantwortliche, Sammelplätze, Übungen, Ersthelfer-Quote, Aushänge.

Gemeinsam sicher durch 2026

Als Redell Arbeitssicherheit GmbH unterstützen wir Sie dabei, Arbeitsschutz nicht „zusätzlich“, sondern wirksam und rechtssicher in den Betriebsalltag zu integrieren – von der Gefährdungsbeurteilung über Gefahrstoffmanagement und Brandschutz bis zur SiGeKo und praxisnahen Schulungen.

Sprechen Sie uns an – wir begleiten Sie gerne.

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